Thomas Regnery

 

 

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Gedanken zum Tourismus in der Eifel

Ich habe oft den Eindruck, dass uns Eifelern nicht so richtig klar ist, welches touristische Potential in unserer Heimat steckt. Und wenn es uns klar ist, dann schöpfen wir es nicht richtig aus.

Jahr für Jahr bereise ich Großbritannien und Irland. Jede Reise bestärkt mich in der Einsicht, dass insbesondere wir in der Eifel von diesen Ländern lernen können. Denn weite Teile der touristisch erfolgreichsten Regionen in Irland, Schottland und England sind, wie die Eifel, von recht geringer Bevölkerungsdichte und Infrastruktur. Teilweise sogar weniger entwickelt. Sie leben und florieren nicht nur von beeindruckenden Landschaften, welche wir ebenfalls zu bieten haben, sondern auch von der konsequenten Ausschöpfung ihrer Mythen und Sagengestalten, die ihre Kultur lebendig und ihr Land für den Reisenden spannend und attraktiv machen. Über solche Mythen und Legenden verfügen wir ebenfalls. Es gibt hunderte Geschichten und Sagen, die sich in der Eifel zugetragen haben (sollen), und die wir gemeinsam touristisch erschließen können. Zwar sind die Figuren in der Regel sehr regional begrenzt, wie zum Beispiel das Thommener Männchen aus Darscheid, doch das darf uns nicht als Nachteil erscheinen. Denkweisen wie "Wat han mir mot de Daarscheeder zo doon?" müssen wir ablegen. Wir können es nur gemeinsam schaffen. Wir können die originellsten Figuren aller Eifelregionen hervorsuchen und eine oder zwei zu unserem Maskottchen machen, einer Art Leprechaun für die Eifel. So etwas geschieht nicht über Nacht, doch die Möglichkeiten sind enorm.

Ein weiterer Punkt, den wir uns abschauen können, ist der: Überall in Irland und Schottland haben die Straßen in landschaftlich reizvollen Gegenden in regelmäßigen Abständen Haltebuchten und kleine Parkflächen, an denen der Reisende anhalten und den Ausblick genießen kann. Und was machen wir? Wir entfernen die Parkflächen an unseren Straßen oder machen sie mit Dreckaufschüttungen unbefahrbar. Wenn wir unseren Gästen sagen wollen "Wir wollen euch nicht, macht dass ihr verschwindet", dann ist das der richtige Weg. Doch ich denke, das kann nicht unser Interesse sein.

Vieles gäbe es zu dem Thema noch zu sagen. Mein Bestreben ist es, den Tourismus in der Eifel zu fördern und zu stärken, und dazu sind wir gut beraten, über unseren Tellerrand hinauszublicken und uns Anregungen dort zu holen, wo es funktioníert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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